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Biochemie & Pathophysiologie

Da Schweregrad und Häufigkeit der Anfälle nicht streng mit dem Ausmaß des C1-INH-Mangels korrelieren und die Beteiligung von weiteren Systemen und Mediatoren, die die Schwellung auslösen, ungeklärt ist, bleibt die exakte Pathogenese weiterhin im Dunklen.

Bradykinin

Die These, dass Bradykinin einer der wesentlichsten Mediatoren in der Pathogenese des HAE ist, wurde durch neueste Untersuchungen gestützt. Bradykinin ist bei akuten HAE-Attacken bis zum zwölffachen des Normalwertes erhöht.
Obwohl auch nach anderen Hinweisen Bradykinin wohl als Mediator beteiligt ist, lässt sich nicht übersehen, dass die Injektion von Bradykinin in die Haut nicht zu Angioödemen, sondern zu andersartigen, schmerzhaften Erythemen führt.
Möglicherweise wird das hereditäre Angioödem durch Zusammenwirkung eines C2-Fragmentes und Bradykinin ausgelöst. Die folgende Abbildung zeigt den Effekt eines C1-INH Mangels:

C1-INH

Abb.2: Zu geringe Konzentrationen an C1-INH führen zu exzessiven Aktivierungen über traditionelle Kaskaden hinweg. Plmg = Plasminogen; BK = Bradykinin; HK = high molecular weight Kininogen; PK = Prekallikrein

Die Selbstlimitierung der Ödeme wird auf den spontanen Abbau der vasoaktiv wirksamen Peptide durch spezifische Peptidasen im Gewebe und im Blut zurückgeführt. Diese erlauben lediglich eine lokale und zeitliche Ausbildung der Ödeme.
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