Die Initiative
Wissenswertes für den Arzt
Infos für Betroffene
Notfallausweis
Schwellungskalender
Patienten erzählen
Medikamente
Expertenforum
HAE Ärztenetz/Kontakt
HAE in Social Media
Links
Biochemie & Pathophysiologie Vererbung u. HAE Typen Erworbener C1-Mangel Klinik des HAE
Diagnose u. Differentialdiagnose Labordiagnostik Therapiemöglichkeiten Anästhesiologisches Management

Vererbung u. HAE Typen

Bei allen Phänotypen werden die biochemischen und klinischen Merkmale autosomal dominant vererbt, und es wurden bislang bei allen Rassen und schlechtern ausschliesslich heterozygote Individuen identifiziert.

Heterozygote Individuen
Da alle HAE-Patienten heterozygot sind und damit alle ein normales Gen für C1-INH besitzen, müsste der Serumspiegel an funktionellem C1-INH eigentlich bei 50% der Norm liegen, wie das bei Heterozygotie bei den meisten bekannten erblichen Plasmaprotein-Defekten der Fall ist. Tatsächlich liegen die bei der "common form" (Typ 1) via Immunoassay oder bei der "variant form" (Typ 2) funktionell gemessenen C1-INH-Spiegel im Mittel mit 15-20% der Norm weit darunter. Man konnte jedoch zeigen, dass bei HAE-Patienten genau 50% der normalen Menge an C1-INH synthetisiert werden. Es wird daher angenommen, dass ein erhöhter turn over und nicht eine verminderte Sekretionsrate für das Absinken des C1-INH-Spiegel unter 50% verantwortlich ist.

Vermutlich ist eine gewisse Schwellenkonzentration des C1-INH im Plasma erforderlich, um eine unkontrollierte Aktivierung der Plasma-Homoöstase-Systeme zu verhindern. Unterhalb dieser kritischen Schwelle kommt es dann zu einer unkontrollierten gegenseitigen Aktivierung der Plasma-Homoöstase-Systeme mit übermässigem Verbrauch und Absinken der Konzentration des funktionellen C1-INH.

1986 wurde das Gen, welches für die Codierung des C1-INH verantwortlich ist am Chromosom 11 entdeckt. Bisher wurden über 60 Mutationen beschrieben, darunter beim Typ 1 Deletionen im Bereich Exon 4 bis 711. Die Neumutationsrate liegt bei 20%.  

Seite 1 2